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Der Notarzt im Luftrettungsdienst

Aufgaben des Notarztes

Am Boden

Zu Beginn einer Schicht auf dem Rettungshubschrauber überprüft der Notarzt zusammen mit dem HEMS-TC das medizinische Equipment. Am Einsatzort ist der Notarzt für die medizinische Versorgung des Patienten zuständig. Beispiele für die medizinische Versorgung eines Notfallpatienten durch den Notarzt sind die Vergabe von Medikamenten (auch Betäubungsmitteln), die Sicherung der Atemwege oder - bei Traumapatienten - kleine chirurigische Eingriffe in Form einer Thorax-Drainage oder eine Koniotomie (Luftröhrenschnitt).

Eine weitere Tätigkeit des Notarztes am Boden kann auch die Absicherung des Hubschraubers beim Triebwerksstart sein. Dies wird zum Beispiel bei der DRF Luftrettung praktiziert.

In der Luft

Der Notarzt bereitet sich während des Fluges auf den Einsatz vor. Was könnte ihn erwarten? Welches Krankheitsbild oder Verletzungsbild könnte vorliegen?

Kurz vor und während der Landung unterstützt der Notarzt den Piloten und den HEMS-TC bei der Findung eines Landeplatzes. Während der Landung achtet auch er auf umliegende Hindernisse, die den Hubschrauber gefährden können.

Weitere Infos zum Notarzt

Die meisten Notärzte in Deutschland haben nur einige Male im Monat Dienst auf dem Rettungshubschrauber. Sie sind aufgrund ihrer Erfahrung mit der Behandlung von Notfallpatienten vertraut, denn viele Notärzte sind in Anästhesie, Innerer Medizin oder Chirurgie tätig. An einigen Standorten ist es üblich, dass der Arzt während der einsatzfreien Zeit Patienten stationär im Krankenhaus versorgt.

Bei Hubschraubern wie dem Christoph Murnau, Christoph Hansa, Christoph 5, Christoph 9, Christoph 2 kommen die Ärzte aus der Abteilung der Unfallchirurgie. Diese Hubschrauber sind an berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken stationiert.