Glossar
Diese Doku benutzt durchgehend Abkürzungen und erklärt sie bisher überall einzeln. Hier stehen sie an einer Stelle. Jeder Eintrag verweist dorthin, wo es ausführlich steht.
Funk und Leitstelle
BOS — Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Der Funkkreis, in dem Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei arbeiten. → Grundlagen
FMS — Funkmeldesystem. Das alte tonfrequente Verfahren, mit dem Statusziffern übertragen wurden. Der Begriff hat sich für die Statusmeldungen selbst gehalten, auch wenn technisch längst SDS läuft. → Status
SDS — Short Data Service. Kurznachrichten im Digitalfunk (TETRA), heute der Träger der Statusmeldungen. → Status
OPTA — Operativ-Taktische Adresse. Die sprechende Kennung eines Einsatzmittels im Digitalfunk. → OPTA
Rufgruppe — der Sprechkreis, in dem Leitstelle und Einsatzmittel miteinander reden.
Statusanweisung — was aus der Leitstelle zurückkommt: Buchstaben statt Ziffern. C (Übernahme melden), d (Transportziel durchgeben), h (Zielklinik verständigt), u (verstanden), E (Einsatzabbruch), L (Lagemeldung), F (über Draht melden). → Status
Lagemeldung — eine kurze, strukturierte Rückmeldung an die Leitstelle über die Situation vor Ort.
Luftrettung
RTH — Rettungshubschrauber. Primärrettung, meist tagsüber, kurze Ausrückzeit.
ITH — Intensivtransporthubschrauber. Verlegungen zwischen Kliniken, oft über größere Strecken, häufig rund um die Uhr. → Intensivtransport
LRZ — Luftrettungszentrum. Der Standort, an dem ein Rettungshubschrauber stationiert ist. → Luftrettungszentren
HEMS — Helicopter Emergency Medical Service. Der Betriebsbegriff für Luftrettung im europäischen Regelwerk.
HEMS-TC — HEMS Technical Crew Member. Das dritte Besatzungsmitglied neben Pilot und Notarzt: Navigation, Funk, Windenbedienung, Unterstützung am Patienten. → HEMS-TC
NEF — Notarzteinsatzfahrzeug. Bodengebunden, bringt den Notarzt zum Einsatzort.
RTW — Rettungswagen.
NACA — Bewertungsskala für die Schwere einer Verletzung oder Erkrankung, 0 bis 7. → NACA-Score
MANV — Massenanfall von Verletzten. Die Lage, in der die Zahl der Patienten die verfügbaren Mittel übersteigt. → MANV
Primäreinsatz — zum Notfallort. Sekundäreinsatz — Verlegung zwischen Kliniken.
Flugbetrieb
IGE / OGE — In bzw. Out of Ground Effect: Schweben im oder außerhalb des Bodeneffekts. HIGE / HOGE — die zugehörigen Schwebeleistungen. → Leistung und Schwebeflug
Dichtehöhe — die Höhe, die die Luft dem Hubschrauber „vorspielt“, wenn Druck, Temperatur und Feuchte von der Standardatmosphäre abweichen. Hoch und heiß heißt wenig Leistung. → Leistung und Schwebeflug
VRS — Vortex Ring State, Wirbelringstadium. Der Zustand, in dem der Rotor in seinen eigenen Abwind sinkt und der Auftrieb zusammenbricht. → Wirbelringstadium
H-V-Diagramm — Höhen-Geschwindigkeits-Diagramm. Zeigt die Kombinationen aus Höhe und Fahrt, aus denen sich ein Triebwerksausfall nicht mehr sauber abfangen lässt. → Autorotation
Autorotation — Sinkflug ohne Triebwerksleistung, bei dem der Fahrtwind den Rotor antreibt. → Autorotation
Dynamic Rollover — das Umkippen über eine aufsetzende Kufe hinweg. → Rollover und Bodenresonanz
Downwash — der Abwind des Rotors am Boden. → Außenlandungen
HEC — Human External Cargo. Personen am Lastenhaken oder Rettungstau. → Windenbetrieb
NVIS / NVG — Night Vision Imaging System bzw. Goggles. Bildverstärkerbrillen und der dazu passende Cockpit-Ausbau. → Nachtflug und NVIS
PinS — Point in Space. Instrumentenanflug auf einen Punkt, von dem aus der Rest der Landung nach Sicht geflogen wird.
CAT A / CAT B — Start- und Landeverfahren nach Leistungsklasse. CAT A ist so ausgelegt, dass bei Triebwerksausfall entweder sicher abgebrochen oder weitergeflogen werden kann. → Leistung und Schwebeflug
SERA — Standardised European Rules of the Air. Unter anderem die Sichtflugregeln. → Sichtflugminima und HEMS
VAR-Systeme
Hub — hub.virtualairrescue.com. Konto, Kurse, Einstellungen.
Webleitstelle — die Disponentenoberfläche. → Webleitstelle
Tracker — die öffentliche Übersicht, wer gerade online ist.
Client — der VAR Desktop Client, der Simulator und Leitstelle verbindet.
R&E — Random & Everywhere. Skript, das die HPG H145 an unsere Einsatzdaten koppelt. → Voraussetzungen
P-1 / BOS-Funkttest / D-1 — Der P-1-Grundkurs für Piloten hat eine Bestehensgrenze von 80 %. Für die Tätigkeit als Disponent in der Leitstelle musst du im Hub zuerst den BOS-Funkttest und danach den D-1-Test bestehen. Für beide gilt eine Bestehensgrenze von 80 %.